Sorgsam mit dem Trinkwasser umgehen

Sorgsam mit dem Trinkwasser umgehen

Pres­se­mit­tei­lung des Baye­ri­schen Umwelt­mi­nis­te­ri­ums vom 02.06.2026

Ange­sichts der Tro­cken­heit in Bay­ern ruft Bay­erns Umwelt­mi­nis­ter Thors­ten Glau­ber zu einem sorg­sa­men Umgang mit Was­ser auf. Glau­ber beton­te dazu heu­te in Mün­chen: “Der Kli­ma­wan­del und sei­ne Fol­gen sind eine gro­ße Her­aus­for­de­rung. Die Böden sind bereits stark aus­ge­trock­net und zahl­rei­che Gewäs­ser füh­ren Nied­rig­was­ser. Wir haben die Lage genau im Blick und infor­mie­ren die Öffent­lich­keit. Wir soll­ten wegen der Hit­ze und Tro­cken­heit vor­sorg­lich mit Was­ser spar­sam umge­hen. Ein sorg­sa­mer Umgang trägt dazu bei, unse­re wert­volls­te Res­sour­ce zu schüt­zen. Jede und jeder kann einen Bei­trag leisten.”

Aktu­ell zei­gen 86 Pro­zent der Fließ­ge­wäs­ser­mess­stel­len, 78 Pro­zent der ober­flä­chen­na­hen Grund­was­ser­mess­stel­len und Quel­len sowie 71 Pro­zent der Mess­stel­len des tie­fe­ren Grund­was­ser­stock­werks nied­ri­ge Ver­hält­nis­se. An knapp 29 Pro­zent der beob­ach­te­ten Seen und Spei­cher wer­den für die Jah­res­zeit nied­ri­ge Was­ser­stän­de und an rund 18 Pro­zent sehr nied­ri­ge Was­ser­stän­de registriert.

Momen­tan sind kei­ne Ver­sor­gungs­eng­päs­se für die Trink­was­ser­ver­sor­gung vor Ort bekannt. Auch die bei­den Trink­was­ser­tal­sper­ren in Maut­haus und Frau­en­au wer­den zur Was­ser­lie­fe­rung an die Fern­was­ser­ver­sor­ger her­an­ge­zo­gen. Für den über­re­gio­na­len Was­ser­aus­gleich arbei­tet das Über­lei­tungs­sys­tem plan­mä­ßig, um aktu­ell rund 15 Kubik­me­ter Was­ser pro Sekun­de aus dem Süden in den tro­cke­nen Nor­den zu leiten.

Glau­ber beton­te: “Was­ser­si­cher­heit in allen Lan­des­tei­len hat für uns obers­te Prio­ri­tät. Mit unse­rer Stra­te­gie ‘Was­ser­zu­kunft Bay­ern 2050’ arbei­ten wir an einer Viel­zahl kon­kre­ter Pro­jek­te zur Ver­sor­gungs­si­cher­heit der öffent­li­chen Was­ser­ver­sor­gung im gesam­ten Frei­staat. Unser Ziel ist eine siche­re Was­ser­ver­sor­gung für die Men­schen. Die Ver­net­zung der ein­zel­nen bestehen­den Fern­was­ser­ver­sor­gungs­sys­te­me sowie die Erschlie­ßung neu­er Dar­ge­bo­te ste­hen dabei im Fokus. Aktu­ell tra­gen die über­re­gio­na­len Sys­te­me in Bay­ern dazu bei, den Trink­was­ser­be­darf von rund 2,6 Mil­lio­nen Ein­woh­nern zu decken. Von der Umset­zung wei­te­rer Maß­nah­men wür­den zusätz­lich etwa 2,4 Mil­lio­nen Men­schen profitieren.”

Der Lage­be­richt des Nied­rig­was­ser-Infor­ma­ti­ons­diens­tes und ein Über­blick über die Was­ser­si­tua­ti­on in Bay­ern sind im Inter­net ver­füg­bar unter www​.nid​.bay​ern​.de