Chronik

Chronik

Am 12. Mai 1993 war die kon­sti­tu­ie­ren­de Sit­zung des Zweck­ver­ban­des zur Was­ser­ver­sor­gung der Alto-Grup­pe, d.h. an die­sem Tag ent­stand der Zweck­ver­band. Zum 1. Vor­sit­zen­den wur­de damals Herr Mar­tin Edel­mann gewählt, zum Stell­ver­tre­ter Herr Kon­rad Wagner.

Der Auf­trag an den Zweck­ver­band und die ver­ant­wort­li­chen Betei­lig­ten war die Deckung des Bedar­fes an Was­ser im Ver­bands­ge­biet für den Pla­nungs­zeit­raum von 30 Jahren.

An den Pro­blem­punk­ten in den Mit­glieds­ge­mein­den waren zu lösen:

  • Ver­sor­gungs­eng­päs­se
  • unzu­rei­chen­der Feuerlöschbedarf
  • belas­te­te Brunnen
  • über­al­te­te, sanie­rungs­be­dürf­ti­ge Anlagen
  • unzu­rei­chen­de Spei­cher­ka­pa­zi­tät der Hochbehälter
  • Pro­ble­me bezüg­lich aus­rei­chen­der Druckverhältnisse
  • Schaf­fung von Versorgungssicherheit

In Zusam­men­ar­beit mit der Inge­nieur­ge­mein­schaft Mayr – Heu­ber­ger – Schmidt wur­de unter Berück­sich­ti­gung der Ergeb­nis­se des Hydro­geo­lo­gi­schen Gut­ach­tens, erstellt vom
Geo­tech­ni­schen Büro Prof. Dr. Schul­er – Dr. Ing. Göde­cke, Augs­burg, ein Kon­zept ent­wi­ckelt, das die Situa­ti­on der vor­han­de­nen Was­ser­ver­sor­gungs­an­la­gen in den Mit­glieds­ge­mein­den berück­sich­tigt und die drin­gends­ten Pro­ble­me kurz- bzw. mit­tel­fris­tig löst. Dabei soll­te auch ein finan­zier­ba­res Kon­zept ent­wi­ckelt wer­den, das hydro­geo­lo­gi­sche Erwä­gun­gen berück­sich­tigt, und nicht zuletzt soll­te es sich damit auch um ein geneh­mi­gungs­fä­hi­ges Kon­zept zur schnellst­mög­li­chen Umset­zung handeln.

Durch eine im Früh­jahr 1994 durch­ge­führ­te soge­nann­te Stich­tags­mes­sung wur­den sämt­li­che Brun­nen im Ver­bands­ge­biet, in den Nach­bar­ge­mein­den und bei den benach­bar­ten Zweck­ver­bän­den unter­sucht und ein ers­ter Über­blick über die Was­ser­vor­kom­men im Ver­bands­ge­biet gewonnen.

Wei­ter konn­te man dadurch fest­stel­len, inwie­weit sich Ent­nah­men aus den Brun­nen und
Brun­nen­stand­or­ten aus­wir­ken und sich gegen­sei­tig beein­flus­sen. Durch wei­ter durch­ge­führ­te Ver­suchs­boh­run­gen und Pump­ver­su­che konn­ten genaue­re Erkennt­nis­se über Schich­ten­pro­fil, Fas­sungs­men­gen und Qua­li­tät gewon­nen werden.

Die Stand­or­te für die­se Ver­suchs­boh­run­gen wur­den schon unter dem Aspekt gewählt, an die­sen Stel­len Trink­was­ser­brun­nen zu errich­ten. Wei­ter wur­de bei der Wahl der Stand­or­te über Schürf­gra­bun­gen, Nach­fra­ge bei Fach­be­hör­den usw. über­prüft, ob sich Alt­las­ten in der Nähe des Stand­or­tes befin­den, ob die Erschlie­ßung mit Stra­ßen, Strom usw. pro­blem­los gesi­chert ist und es wur­de ver­sucht dabei auch schon in die Nähe vor­han­de­ner Anla­gen und natür­li­cher Hoch­punk­te zu gehen.

Als güns­tig erach­tet und damit auch über Ver­suchs­boh­run­gen über­prüft wur­den die Stand­or­te Arz­bach, Eichhofen/Neusreuth und der Alto-Forst. Nach Aus­wer­tung der Ergeb­nis­se der Ver­suchs­boh­run­gen wur­de beschlos­sen, an den Stand­or­ten Arz­bach sowie Eichhofen/Neusreuth Haupt­boh­run­gen zum Zwe­cke der Was­ser­för­de­rung zu setzen.

Die Brun­nen­boh­rung am Stand­ort Arz­bach wur­de auf eine Tie­fe von 158 m mit einem
Aus­bau­durch­mes­ser von DN 400 abge­teuft. Als mög­li­che maxi­ma­le Ent­nah­me­men­ge wur­den über den durch­ge­führ­ten Pump­ver­such ca. 70 l/sek. bestimmt.
Am Stand­ort Eichhofen/Neusreuth wur­den zwei Boh­run­gen mit jeweils einer Tie­fe von 74,90 m mit einem Aus­bau­durch­mes­ser von DN 400 gesetzt. Als mög­li­che maxi­ma­le Ent­nah­me­men­ge bei dem gemein­sa­men Betrieb von Brun­nen I und II wur­den über den durch­ge­führ­ten Pump­ver­such ca. 65 l/sek. bestimmt.

Geplant ist hier wei­ter der Bau eines Betriebs­ge­bäu­des mit Saug­be­häl­ter. Gespei­chert wer­den soll das gewon­ne­ne Was­ser im erwei­ter­ten Hoch­be­häl­ter bei Oberainried.

Unter Berück­sich­ti­gung der neu­en Stand­or­te und unter Bei­be­hal­tung vor­han­de­ner,
erhal­tens­wer­ter Anla­gen ent­stand die Idee einer Ring­ver­net­zung, die über Nut­zung, Ver­net­zung und Ergän­zung vor­han­de­ner Rohr­lei­tun­gen mit nied­ri­ge­rem Quer­schnitt den Bau einer Fern­lei­tung mit gro­ßem Quer­schnitt erüb­rigt. Die Ring­ver­net­zung an Rohr­lei­tun­gen, die die genann­ten Anla­gen ver­bin­den soll, teilt sich in zwei Ver­sor­gungs­rin­ge auf, die sich aus der­Un­ter­schei­dung zwi­schen der Hoch­druck­zo­ne, den höher­ge­le­ge­nen Ver­sor­gungs­ge­bie­ten im Ver­bands­ge­bie­te und der Nie­der­druck­zo­ne, dem Bereich, der dem gegen­über nied­ri­ger liegt.

Niederdruckzone:

Als Nie­der­druck­zo­ne kann man den Bereich Röhr­moos, Vier­kir­chen, Weichs und einen
Teil­be­reich des Mark­tes Markt Inders­dorf bezeich­nen. Die Spei­sung der Nie­der­druck­zo­ne und die Befül­lung der vor­han­de­nen und zu erwei­tern­den Hoch­be­häl­ter erfolgt über bestehen­de
Brun­nen­an­la­gen in Inders­dorf, Lan­gen­pet­ten­bach, Weichs und Vier­kir­chen und über neu zu
errich­ten­de Brun­nen­an­la­gen in Arz­bach und Eichhofen/Neusreuth.
Bei der Ver­tei­lung des Was­sers und der Rege­lung des gleich­mä­ßi­gen Ver­sor­gungs­dru­ckes
kommt der Umstand beson­ders gut zu tra­gen, dass die dazu genutz­ten bestehen­den
Hoch­be­häl­ter in Röhr­moos, Vier­kir­chen und Oberain­ried sich auf nahe­zu exakt glei­cher Höhe
befin­den, so dass eine natür­li­che Druck­re­ge­lung entsteht.

Hochdruckzone:

Das Ver­bin­dungs­glied zwi­schen Hoch- und Nie­der­druck­zo­ne bil­det der Hoch­be­häl­ter in
Oberain­ried mit sei­ner vor­han­de­nen Druck­stei­ge­rungs­an­la­ge über die der für die
Hoch­druck­zo­ne nöti­gen Druck erreicht wer­den kann. Die Hoch­druck­zo­ne stellt sich dar für den Bereich der hoch­ge­le­ge­nen Orts­tei­le von Markt Inders­dorf, z.B. Wagen­ried, Ain­ho­fen, einen Teil von Lan­gen­pet­ten­bach uws. sowie für den zum Ver­bands­ge­biet gehö­ren­den Teil des Mark­tes Altomünster.

Der Schritt in Rich­tung zum Auf­bau einer zen­tra­len Was­ser­ver­sor­gung in Alto­müns­ter wur­de im
Jahr 1928 voll­zo­gen, als sich unter Initia­ti­ve des Bau­meis­ters Sebas­ti­an Schall eine
Was­ser­ge­nos­sen­schaft grün­de­te.
Als Vor­sit­zen­der wur­de in der Grün­dungs­ver­samm­lung der dama­li­ge Apo­the­ker Luit­pold
Sitz­mann, als Schrift­füh­rer Sebas­ti­an Schall und als Kas­sier Ignaz Schedl gewählt.
Am 26. Juli 1928 wur­de der Brun­nen Alto­müns­ter I durch die Fa. Joan­ni und Kus­te­rer aus
Augs­burg gebohrt. Bohr­ort war die jet­zi­ge Pump­sta­ti­on am Sude­ten­platz. Bei 43,50 m Tie­fe
war die drit­te was­ser­füh­ren­de Schicht erreicht, die eine Schüt­tung von 12 l/sek. lie­fer­te.
Am 20. Novem­ber 1928 wur­de mit dem Bau des Hoch­be­häl­ters am Vogel­gar­ten begon­nen, der
im April 1929 been­det wur­de.
Am 16. Mai 1929 konn­te die Was­ser­ver­sor­gung, an der zum dama­li­gen Zeit­punkt 110
Anwe­sen ange­schlos­sen waren, offi­zi­ell in Betrieb genom­men wer­den. Am 07. Juni 1929
über­nahm die Gemein­de die gesamt Anla­ge.
Im Jahr 1936 wur­de mit dem Bau des Brun­nens Alto­müns­ter II ca. 200 m west­lich des
Brun­nen Alto­müns­ter I begon­nen, wobei die­se Boh­rung nach ein­ein­halb Jah­ren erfolg­los
abge­bro­chen wer­de muss­te.
Eine zwei­te Boh­rung wur­de ca. 60 m dane­ben gesetzt. Der Pump­ver­such erbrach­te wie­der­um
eine Schüt­tung von 12 l/sek.. In Betrieb ging die­ser Brun­nen im Juni 1940, weil durch die
Kriegs­si­tua­ti­on erst zu die­sem Zeit­punkt eine Pum­pe und Steig­roh­re gelie­fert wer­den konn­ten.
Im Jahr 1974 wur­de der Brun­nen Alto­müns­ter III fer­tig­ge­stellt. Die Min­dest­pump­leis­tung wur­de
mit 22 l/sek. fest­ge­legt.
Im Jahr 1980 wur­de an der Kel­ler­berg­stra­ße eine Druck­stei­ge­rungs­an­la­ge in Schacht­bau­wei­se
erstellt, um die hoch­ge­le­ge­ne Sied­lung „Am Kal­va­ri­en­berg“ aus­rei­chend ver­sor­gen zu kön­nen.
Im Jahr 1987 wur­de mit den Arbei­ten zum Ein­bau einer zen­tra­len Druck­stei­ge­rungs­an­la­ge im
bestehen­den Brun­nen­haus des Brun­nens Alto­müns­ter I am Sude­ten­platz zur Ver­sor­gung der
höher­ge­le­ge­nen Berei­che des Mark­tes Alto­müns­ter begon­nen, die im Juni 1988
abge­schlos­sen wur­den.
Im Herbst 1996, mit Been­di­gung des Lei­tungs­bau­es der Ver­bin­dungs­lei­tung zwi­schen
Wagen­ried und Alto­müns­ter, wur­de der Hoch­be­häl­ter am Vogel­gar­ten aus der Ver­sor­gung
her­aus­ge­nom­men und tech­nisch bedingt auch der Brun­nen Alto­müns­ter III.
Über die Druck­erhö­hungs­an­la­ge am Sude­ten­platz wird das Was­ser nach Unter­zeitl­bach und
wei­ter­ge­hend Pli­xen­ried und Hohen­zell verteilt.

Die bei­den Inders­dor­fer Brun­nen lie­gen ca. 650 m süd­lich des Orts­zen­trums von Markt
Inders­dorf.
Der Brun­nen Inders­dorf I wur­de in den Jah­ren 1929/1930 von der Fa. Bau­er, Schro­ben­hau­sen
mit einer Tie­fe von 27,50 m erstellt. Die Leis­tung betrug ca. 15 l/sek. . Gleich­zei­tig wur­de auch
ein Maschi­nen­haus mit einer Auf­be­rei­tungs­an­la­ge mit ent­spre­chen­der Leis­tung erstellt.
Der Brun­nen Inders­dorf II wur­de 1968 ca. 20 m nord­öst­lich des Brun­nens Inders­dorf I unter
der Bau­ober­lei­tung des Lan­des­am­tes für Was­ser­wirt­schaft auf 58 m unter Gelän­de bei einer
Ergie­big­keit von ca. 30 l/sek. abge­teuft und im Jahr 1972 auch das neue Maschi­nen­haus
ca. 400 m west­lich des alten Maschi­nen­hau­ses sowie eine Auf­brei­tungs­an­la­ge mit einer
Leis­tung von max. 30 l/sek. errich­tet. Nach dem Ent­zug von Eisen und Man­gan wur­de das
Was­ser in den auf einer Höhen­la­ge von ca. 502 m NN lie­gen­den Hoch­be­häl­ter bei Wöhr
gepumpt und dort zwi­schen­ge­spei­chert. Bei Bedarf lief das Was­ser wie­der zum
Maschi­nen­haus zurück. Um das Was­ser in aus­rei­chen­dem Druck in die unge­fähr auf glei­cher
Höhe lie­gen­den Tei­le von Inders­dorf, ins­be­son­de­re ist hier­bei das Kran­ken­haus zu nen­nen,
wur­de der Druck über drei hori­zon­ta­le Krei­sel­pum­pen auf das erfor­der­li­che Niveau gestei­gert.
Seit Anschluss des Brun­nens Inders­dorf II im Jah­re 1972 dient der Brun­nen Inders­dorf I als
Reser­ve­brun­nen, falls der Brun­nen Inders­dorf II aus­fal­len soll­te, da ein gleich­zei­ti­ger Betrieb
der bei­den Brun­nen auf­grund der unter­schied­li­chen Tie­fen­la­ge nicht mög­lich ist.
Mit die­ser Was­ser­ver­sor­gungs­an­la­ge wur­de der soge­nann­te Was­ser­ver­sor­gungs­ring I, näm­lich
der Markt Inders­dorf, Klos­ter Inders­dorf, Karpf­ho­fen und Wöhr ver­sorgt.
Über die Gebiets­re­form wur­den wei­te­re zen­tra­le Was­ser­ver­sor­gungs­an­la­gen recht­lich und
auch tech­nisch ange­glie­dert, wie die Was­ser­ver­sor­gungs­an­la­ge Lan­gen­pet­ten­bach, der
Was­ser­ver­sor­gungs­ring II mit dem Ver­sor­gungs­ge­biet Aberl, Ain­ho­fen, Ain­ried, Albers­bach,
Arn­zell, Berg, Brand, Eglers­ried, Eich­ho­fen, Eichstock, Erl, Frän­king (Zweck­ver­ein­ba­rung mit der
Gemein­de Weichs), Git­ters­bach, Glonn, Grain­hof, Gund­ackers­dorf, Har­res­zell, Hart­wigs­hau­sen,
Kat­talaich, Klein­schwab­hau­sen, Lan­gen­pet­ten­bach, Lan­zen­ried, Loch­hau­sen, Neu­ried, Puch,
Ried­hof, Sen­ken­schlag, Schön­berg, Sta­chus­ried, Stan­gen­ried, Tafern, Tie­fen­la­chen,
Unter­gei­ers­berg, Wagen­ried, Weil, Wes­ter­holz­hau­sen, Wen­gen­hau­sen und Wild­moos, die im
Jah­re 1990 auf­ge­las­se­ne Was­ser­ver­sor­gungs­an­la­ge Hirtl­bach (Was­ser­ver­sor­gungs­ring III) mit
dem Ver­sor­gungs­ge­biet Hirtl­bach und die im Jah­re 1987 auf­ge­las­sen
Was­ser­ver­sor­gungs­an­la­ge Nie­der­roth (Was­ser­ver­sor­gungs­ring IV) mit dem Ver­sor­gungs­ge­biet
Nie­der­roth und Wey­hern.
Im Jah­re 1996 wur­de das Was­ser­werk Markt Inders­dorf tech­nisch erneu­ert. Der Hoch­be­häl­ter
in Wöhr wur­de auf­ge­las­sen. Statt­des­sen wur­de an der West­sei­te des Gebäu­des ein neu­er
Saug­be­häl­ter errich­tet, der aus zwei Was­ser­kam­mern mit je 37,5 m³ Fas­sungs­ver­mö­gen
besteht.
Der Brun­nen Inders­dorf II för­dert tags­über und der Brun­nen Inders­dorf I wäh­rend der Nacht
über die Auf­be­rei­tungs­an­la­ge in den Saug­be­häl­ter, wo das Was­ser ent­spannt. Von dort aus
erfolgt die Wei­ter­ver­tei­lung des ent­spann­ten Was­sers über eine moder­ne dreh­zahl­ge­re­gel­te
Pum­pe in das Ver­brau­cher­netz, der Über­schuss wird in den Hoch­be­häl­ter Oberain­ried geleitet.

In den Jah­ren 1959/1960 wur­de durch die Gemein­de Röhr­moos der Tief­brun­nen I ca. 200 m
süd­west­lich von Klei­nin­ze­moos mit einer Aus­bau­tie­fe von 78 m erstellt. Die Was­ser­men­ge war
mit einer Schüt­tung von ca. 18 l/sek. so ergie­big, dass das Baye­ri­sche Lan­des­amt für
Was­ser­ver­sor­gung und Gewäs­ser­schutz an die Gemein­de Röhr­moos den Antrag stell­te auch
für die damals noch eigen­stän­di­gen angren­zen­den Gemein­den Sig­merts­hau­sen, Unter­weil­bach
und Groß­in­ze­moos das Was­ser zu lie­fern.
Am 17.05.1962 wur­de dann der Zweck­ver­band zur Was­ser­ver­sor­gung der Röhr­moos­grup­pe
mit Beschluss des Land­rats­am­tes Dach­au gegrün­det. Mit­glie­der waren die eigen­stän­di­gen
Gemein­den Röhr­moos, Sig­merts­hau­sen, Unter­weil­bach und Groß­in­ze­moos. Er war damit der
ers­te Zweck­ver­band im Land­kreis Dach­au. Mit dem Bau der Ver­sor­gungs­lei­tun­gen wur­de im
Jah­re 1963 begon­nen.
Der Bau des Tief­brun­nens II ca. 20 m neben dem Brun­nen I wur­de im Jah­re 1965 durch die
Fa. Kel­ler, Mün­chen abge­schlos­sen. Die­ser Brun­nen hat­te eine Aus­bau­tie­fe von 82 m und wies
eine Schüt­tung von ca. 22 l/sek. auf.
Im sel­ben Jahr wur­de auch das sich gegen­über der Brun­nen befind­li­che Maschi­nen­haus und
der 1.000 m³ fas­sen­de Hoch­be­häl­ter auf dem Arzbach­er Berg fer­tig­ge­stellt.
Im Jah­re 1968 erfolg­te der Anschluss der Gemein­de Amper­moching als Was­ser­gast.
Nach der Gebiets­re­form bestand der Zweck­ver­band nur noch aus den Gemein­den Röhr­moos
und Heberts­hau­sen, wobei die Gemein­de Heberts­hau­sen nur noch über den Gemein­de­teil
Unter­weil­bach beim Zweck­ver­band ver­tre­ten war. So wur­de zum 31.12.1980 der
Zweck­ver­band zur Was­ser­ver­sor­gung der Röhr­moos­grup­pe über ent­spre­chen­de
Gemein­de­rats­be­schlüs­se der Gemein­den Röhr­moos und Heberts­hau­sen auf­ge­löst, da man
sich u.a. auch eine gewis­se Ver­wal­tungs­ver­ein­fa­chung ver­sprach. Die Gemein­de Röhr­moos
wur­de Rechts­nach­fol­ge­rin für die auf ihrem Gemein­de­ge­biet lie­gen­de Gemein­de­tei­le, die
Gemein­de Heberts­hau­sen für den Gemein­de­teil Unter­weil­bach. Die Ver­sor­gung von
Unter­weil­bach erfolg­te aller­dings wei­ter­hin über Röhr­moos als Was­ser­gast.
Auf­grund von Pro­ble­men mit erhöh­ten Nitrat­wer­ten und der unmit­tel­ba­ren Nähe zum
Röhr­moo­ser Sport­ge­län­de und zur Gemein­de­ver­bin­dungs­stra­ße nach Arz­bach mit der
Pro­ble­ma­tik Was­ser­schutz­ge­biet stand eine Sanie­rung der Brun­nen und damit des
Was­ser­wer­kes außer Fra­ge. Statt­des­sen soll­te über eine „Ver­la­ge­rung“ der
Was­ser­ver­sor­gungs­an­la­ge das alte Röhr­moo­ser Werk ersetzt wer­den und mit den sanier­ten
Was­ser­wer­ken in Vier­kir­chen und Weichs die Was­ser­ver­sor­gung der Mit­glieds­ge­mein­den
Röhr­moos, Vier­kir­chen und Weichs sicher­stel­len.
Im Dezem­ber 1998 wur­de die Was­ser­för­de­rung aus den Brun­nen I und II eingestellt.

Am 05.01.1963 einig­te man sich dar­auf, einen Zweck­ver­band zur Was­ser­ver­sor­gung
Vier­kir­chen zu bil­den. Bestehend aus den dama­li­gen eigen­stän­di­gen Gemein­den Vier­kir­chen,
Pasen­bach und Biber­bach. Der sei­ne kon­sti­tu­ie­ren­de Sit­zung am 14.02.1963 abhielt. Zum
Vor­sit­zen­den des Vor­stan­des wur­de der 1. Bür­ger­meis­ter von Vier­kir­chen Herr Hans Best­le
gewählt. Zum Schrift­füh­rer und Kas­sier wur­de der Gemein­de­se­kre­tär Xaver End­res bestellt.
Am 20. Juni 1963 begann der Bau einer zen­tra­len Was­ser­ver­sor­gung für die Gemein­den
Vier­kir­chen, Pasen­bach und Biber­bach.
Der Betrieb der gesam­ten Was­ser­ver­sor­gung, bestehend aus zwei Tief­brun­nen von ein­mal
89,50 m und ein­mal 98,80 m Tie­fe mit Pum­pen­an­la­gen, Was­ser­turm von ca. 30 m Höhe mit
300 m³ Fas­sungs­ver­mö­gen, Haupt­lei­tun­gen mit einer Gesamt­län­ge von 19 Kilo­me­ter wur­de
zum 03.10.1965 auf­ge­nom­men.
Am 24.10.1965 wur­de die Was­ser­ver­sor­gungs­an­la­ge fei­er­lich ein­ge­weiht.
Ver­sorgt wur­den damals 430 Anwe­sen. Die Kos­ten betru­gen ca. 2,5 Mio. DM.
Zum 31.12.1991 wur­de der Zweck­ver­band zur Was­ser­ver­sor­gungs­grup­pe Vier­kir­chen
auf­ge­löst und Gemein­de Vier­kir­chen wur­de Rechts­nach­fol­ge­rin.
Tech­nisch ein­ge­bun­den in die Was­ser­ver­sor­gungs­an­la­ge des Zweck­ver­ban­des zur
Was­ser­ver­sor­gung der Alto-Grup­pe wur­den die Vier­kir­che­ner Brun­nen und der Hoch­be­häl­ter
über die 1995 erstell­te Ver­bin­dungs­lei­tun­gen Häu­sern – Pasen­bach und die im Jahr 1997
gebau­te Lei­tung Jeden­ho­fen – Ebers­bach.
Im Jah­re 1997 wur­de das Werk Vier­kir­chen auch in tech­ni­scher Hin­sicht erneu­ert und über
den Ein­bau einer Druck­stei­ge­rungs­an­la­ge der Hoch­be­häl­ter zum Saug­be­häl­ter umfunk­tio­niert.
Mit Beschluss der Ver­bands­ver­samm­lung wur­de 2006 der Hoch­be­häl­ter an die Gemein­de
Vier­kir­chen zurückgegeben.

Im Jahr 1955 wur­de der Brun­nen Weichs mit einer För­der­leis­tung von ca. 15 l/sek. 200 m
west­lich von Weichs abge­teuft. Gleich­zei­tig im Jahr 1955 wur­de mit dem Bau des
Hoch­be­häl­ters ca. 300 m nord­öst­lich von Weichs begon­nen, der im Jahr 1956 fer­tig­ge­stellt
wur­de. Das Spei­cher­vo­lu­men umfass­te 300 m³.
Um den auf­grund der gerin­gen topo­gra­phi­schen Höhe des Hoch­be­häl­ters feh­len­den
Was­ser­druck zu erhö­hen, wur­de im Jahr 1968 eine Druck­erhö­hungs­an­la­ge in
Schacht­bau­wei­se neben dem bestehen­den Hoch­be­häl­ter errich­tet. Im Jahr 1984 erfolg­te dann
der Ein­bau einer Auf­be­rei­tungs­an­la­ge im Brun­nen­haus.
Auf­grund von Ris­sen im Beton­werk muss­te der Hoch­be­häl­ter im Jah­re 1996 außer Betrieb
genom­men wer­den.
Im Jah­re 1997 wur­de ein Teil­grund­stück beim bestehen­den Brun­nen­grund­stück zuge­kauft und
auf die­sem der neue Saug­be­häl­ter mit einer neu­en Druck­erhö­hungs­an­la­ge errich­tet. Der neue
Saug­be­häl­ter mit einem Volu­men von 80 m³ liegt rund 19 m tie­fer als der still­ge­leg­te
Hoch­be­häl­ter. Vom Brun­nen aus wird das Roh­was­ser über die Auf­be­rei­tungs­an­la­ge, die Eisen-
und Man­gan­an­tei­le fil­tert, in den Saug­be­häl­ter gepumpt, wo es ent­spannt. Von dort aus erfolgt
die Wei­ter­ver­tei­lung des ent­spann­ten Was­sers über eine moder­ne dreh­zahl­ge­re­gel­te Pum­pe in
das Ver­brau­cher­netz, der Über­schuss wird in den Hoch­be­häl­ter Arz­bach gelei­tet. Die­ser steu­ert
dann auf­grund sei­ner Hoch­la­ge von 532, 5 m NN das Druck­ni­veau von Weichs natür­lich und
ohne tech­nisch beding­te Druck­schwan­kun­gen (Sys­tem eines Überhebepumpwerkes).Lorem ipsum dolor sit amet, con­sec­te­tur adi­pi­scing elit. Ut elit tel­lus, luc­tus nec ullam­cor­per mat­tis, pul­vi­nar dapi­bus leo.