Gründung des Zweckverbandes
Am 12. Mai 1993 war die konstituierende Sitzung des Zweckverbandes zur Wasserversorgung der Alto-Gruppe, d.h. an diesem Tag entstand der Zweckverband. Zum 1. Vorsitzenden wurde damals Herr Martin Edelmann gewählt, zum Stellvertreter Herr Konrad Wagner.
Der Auftrag an den Zweckverband und die verantwortlichen Beteiligten war die Deckung des Bedarfes an Wasser im Verbandsgebiet für den Planungszeitraum von 30 Jahren.
An den Problempunkten in den Mitgliedsgemeinden waren zu lösen:
- Versorgungsengpässe
- unzureichender Feuerlöschbedarf
- belastete Brunnen
- überaltete, sanierungsbedürftige Anlagen
- unzureichende Speicherkapazität der Hochbehälter
- Probleme bezüglich ausreichender Druckverhältnisse
- Schaffung von Versorgungssicherheit
In Zusammenarbeit mit der Ingenieurgemeinschaft Mayr – Heuberger – Schmidt wurde unter Berücksichtigung der Ergebnisse des Hydrogeologischen Gutachtens, erstellt vom
Geotechnischen Büro Prof. Dr. Schuler – Dr. Ing. Gödecke, Augsburg, ein Konzept entwickelt, das die Situation der vorhandenen Wasserversorgungsanlagen in den Mitgliedsgemeinden berücksichtigt und die dringendsten Probleme kurz- bzw. mittelfristig löst. Dabei sollte auch ein finanzierbares Konzept entwickelt werden, das hydrogeologische Erwägungen berücksichtigt, und nicht zuletzt sollte es sich damit auch um ein genehmigungsfähiges Konzept zur schnellstmöglichen Umsetzung handeln.
Durch eine im Frühjahr 1994 durchgeführte sogenannte Stichtagsmessung wurden sämtliche Brunnen im Verbandsgebiet, in den Nachbargemeinden und bei den benachbarten Zweckverbänden untersucht und ein erster Überblick über die Wasservorkommen im Verbandsgebiet gewonnen.
Weiter konnte man dadurch feststellen, inwieweit sich Entnahmen aus den Brunnen und
Brunnenstandorten auswirken und sich gegenseitig beeinflussen. Durch weiter durchgeführte Versuchsbohrungen und Pumpversuche konnten genauere Erkenntnisse über Schichtenprofil, Fassungsmengen und Qualität gewonnen werden.
Die Standorte für diese Versuchsbohrungen wurden schon unter dem Aspekt gewählt, an diesen Stellen Trinkwasserbrunnen zu errichten. Weiter wurde bei der Wahl der Standorte über Schürfgrabungen, Nachfrage bei Fachbehörden usw. überprüft, ob sich Altlasten in der Nähe des Standortes befinden, ob die Erschließung mit Straßen, Strom usw. problemlos gesichert ist und es wurde versucht dabei auch schon in die Nähe vorhandener Anlagen und natürlicher Hochpunkte zu gehen.
Als günstig erachtet und damit auch über Versuchsbohrungen überprüft wurden die Standorte Arzbach, Eichhofen/Neusreuth und der Alto-Forst. Nach Auswertung der Ergebnisse der Versuchsbohrungen wurde beschlossen, an den Standorten Arzbach sowie Eichhofen/Neusreuth Hauptbohrungen zum Zwecke der Wasserförderung zu setzen.
Die Brunnenbohrung am Standort Arzbach wurde auf eine Tiefe von 158 m mit einem
Ausbaudurchmesser von DN 400 abgeteuft. Als mögliche maximale Entnahmemenge wurden über den durchgeführten Pumpversuch ca. 70 l/sek. bestimmt.
Am Standort Eichhofen/Neusreuth wurden zwei Bohrungen mit jeweils einer Tiefe von 74,90 m mit einem Ausbaudurchmesser von DN 400 gesetzt. Als mögliche maximale Entnahmemenge bei dem gemeinsamen Betrieb von Brunnen I und II wurden über den durchgeführten Pumpversuch ca. 65 l/sek. bestimmt.
Geplant ist hier weiter der Bau eines Betriebsgebäudes mit Saugbehälter. Gespeichert werden soll das gewonnene Wasser im erweiterten Hochbehälter bei Oberainried.
Unter Berücksichtigung der neuen Standorte und unter Beibehaltung vorhandener,
erhaltenswerter Anlagen entstand die Idee einer Ringvernetzung, die über Nutzung, Vernetzung und Ergänzung vorhandener Rohrleitungen mit niedrigerem Querschnitt den Bau einer Fernleitung mit großem Querschnitt erübrigt. Die Ringvernetzung an Rohrleitungen, die die genannten Anlagen verbinden soll, teilt sich in zwei Versorgungsringe auf, die sich aus derUnterscheidung zwischen der Hochdruckzone, den höhergelegenen Versorgungsgebieten im Verbandsgebiete und der Niederdruckzone, dem Bereich, der dem gegenüber niedriger liegt.
Niederdruckzone:
Als Niederdruckzone kann man den Bereich Röhrmoos, Vierkirchen, Weichs und einen
Teilbereich des Marktes Markt Indersdorf bezeichnen. Die Speisung der Niederdruckzone und die Befüllung der vorhandenen und zu erweiternden Hochbehälter erfolgt über bestehende
Brunnenanlagen in Indersdorf, Langenpettenbach, Weichs und Vierkirchen und über neu zu
errichtende Brunnenanlagen in Arzbach und Eichhofen/Neusreuth.
Bei der Verteilung des Wassers und der Regelung des gleichmäßigen Versorgungsdruckes
kommt der Umstand besonders gut zu tragen, dass die dazu genutzten bestehenden
Hochbehälter in Röhrmoos, Vierkirchen und Oberainried sich auf nahezu exakt gleicher Höhe
befinden, so dass eine natürliche Druckregelung entsteht.
Hochdruckzone:
Das Verbindungsglied zwischen Hoch- und Niederdruckzone bildet der Hochbehälter in
Oberainried mit seiner vorhandenen Drucksteigerungsanlage über die der für die
Hochdruckzone nötigen Druck erreicht werden kann. Die Hochdruckzone stellt sich dar für den Bereich der hochgelegenen Ortsteile von Markt Indersdorf, z.B. Wagenried, Ainhofen, einen Teil von Langenpettenbach uws. sowie für den zum Verbandsgebiet gehörenden Teil des Marktes Altomünster.
Die Wasserversorgung des Marktes Altomünster
Der Schritt in Richtung zum Aufbau einer zentralen Wasserversorgung in Altomünster wurde im
Jahr 1928 vollzogen, als sich unter Initiative des Baumeisters Sebastian Schall eine
Wassergenossenschaft gründete.
Als Vorsitzender wurde in der Gründungsversammlung der damalige Apotheker Luitpold
Sitzmann, als Schriftführer Sebastian Schall und als Kassier Ignaz Schedl gewählt.
Am 26. Juli 1928 wurde der Brunnen Altomünster I durch die Fa. Joanni und Kusterer aus
Augsburg gebohrt. Bohrort war die jetzige Pumpstation am Sudetenplatz. Bei 43,50 m Tiefe
war die dritte wasserführende Schicht erreicht, die eine Schüttung von 12 l/sek. lieferte.
Am 20. November 1928 wurde mit dem Bau des Hochbehälters am Vogelgarten begonnen, der
im April 1929 beendet wurde.
Am 16. Mai 1929 konnte die Wasserversorgung, an der zum damaligen Zeitpunkt 110
Anwesen angeschlossen waren, offiziell in Betrieb genommen werden. Am 07. Juni 1929
übernahm die Gemeinde die gesamt Anlage.
Im Jahr 1936 wurde mit dem Bau des Brunnens Altomünster II ca. 200 m westlich des
Brunnen Altomünster I begonnen, wobei diese Bohrung nach eineinhalb Jahren erfolglos
abgebrochen werde musste.
Eine zweite Bohrung wurde ca. 60 m daneben gesetzt. Der Pumpversuch erbrachte wiederum
eine Schüttung von 12 l/sek.. In Betrieb ging dieser Brunnen im Juni 1940, weil durch die
Kriegssituation erst zu diesem Zeitpunkt eine Pumpe und Steigrohre geliefert werden konnten.
Im Jahr 1974 wurde der Brunnen Altomünster III fertiggestellt. Die Mindestpumpleistung wurde
mit 22 l/sek. festgelegt.
Im Jahr 1980 wurde an der Kellerbergstraße eine Drucksteigerungsanlage in Schachtbauweise
erstellt, um die hochgelegene Siedlung „Am Kalvarienberg“ ausreichend versorgen zu können.
Im Jahr 1987 wurde mit den Arbeiten zum Einbau einer zentralen Drucksteigerungsanlage im
bestehenden Brunnenhaus des Brunnens Altomünster I am Sudetenplatz zur Versorgung der
höhergelegenen Bereiche des Marktes Altomünster begonnen, die im Juni 1988
abgeschlossen wurden.
Im Herbst 1996, mit Beendigung des Leitungsbaues der Verbindungsleitung zwischen
Wagenried und Altomünster, wurde der Hochbehälter am Vogelgarten aus der Versorgung
herausgenommen und technisch bedingt auch der Brunnen Altomünster III.
Über die Druckerhöhungsanlage am Sudetenplatz wird das Wasser nach Unterzeitlbach und
weitergehend Plixenried und Hohenzell verteilt.
Die Wasserversorgung des Marktes Markt Indersdorf
Die beiden Indersdorfer Brunnen liegen ca. 650 m südlich des Ortszentrums von Markt
Indersdorf.
Der Brunnen Indersdorf I wurde in den Jahren 1929/1930 von der Fa. Bauer, Schrobenhausen
mit einer Tiefe von 27,50 m erstellt. Die Leistung betrug ca. 15 l/sek. . Gleichzeitig wurde auch
ein Maschinenhaus mit einer Aufbereitungsanlage mit entsprechender Leistung erstellt.
Der Brunnen Indersdorf II wurde 1968 ca. 20 m nordöstlich des Brunnens Indersdorf I unter
der Bauoberleitung des Landesamtes für Wasserwirtschaft auf 58 m unter Gelände bei einer
Ergiebigkeit von ca. 30 l/sek. abgeteuft und im Jahr 1972 auch das neue Maschinenhaus
ca. 400 m westlich des alten Maschinenhauses sowie eine Aufbreitungsanlage mit einer
Leistung von max. 30 l/sek. errichtet. Nach dem Entzug von Eisen und Mangan wurde das
Wasser in den auf einer Höhenlage von ca. 502 m NN liegenden Hochbehälter bei Wöhr
gepumpt und dort zwischengespeichert. Bei Bedarf lief das Wasser wieder zum
Maschinenhaus zurück. Um das Wasser in ausreichendem Druck in die ungefähr auf gleicher
Höhe liegenden Teile von Indersdorf, insbesondere ist hierbei das Krankenhaus zu nennen,
wurde der Druck über drei horizontale Kreiselpumpen auf das erforderliche Niveau gesteigert.
Seit Anschluss des Brunnens Indersdorf II im Jahre 1972 dient der Brunnen Indersdorf I als
Reservebrunnen, falls der Brunnen Indersdorf II ausfallen sollte, da ein gleichzeitiger Betrieb
der beiden Brunnen aufgrund der unterschiedlichen Tiefenlage nicht möglich ist.
Mit dieser Wasserversorgungsanlage wurde der sogenannte Wasserversorgungsring I, nämlich
der Markt Indersdorf, Kloster Indersdorf, Karpfhofen und Wöhr versorgt.
Über die Gebietsreform wurden weitere zentrale Wasserversorgungsanlagen rechtlich und
auch technisch angegliedert, wie die Wasserversorgungsanlage Langenpettenbach, der
Wasserversorgungsring II mit dem Versorgungsgebiet Aberl, Ainhofen, Ainried, Albersbach,
Arnzell, Berg, Brand, Eglersried, Eichhofen, Eichstock, Erl, Fränking (Zweckvereinbarung mit der
Gemeinde Weichs), Gittersbach, Glonn, Grainhof, Gundackersdorf, Harreszell, Hartwigshausen,
Kattalaich, Kleinschwabhausen, Langenpettenbach, Lanzenried, Lochhausen, Neuried, Puch,
Riedhof, Senkenschlag, Schönberg, Stachusried, Stangenried, Tafern, Tiefenlachen,
Untergeiersberg, Wagenried, Weil, Westerholzhausen, Wengenhausen und Wildmoos, die im
Jahre 1990 aufgelassene Wasserversorgungsanlage Hirtlbach (Wasserversorgungsring III) mit
dem Versorgungsgebiet Hirtlbach und die im Jahre 1987 aufgelassen
Wasserversorgungsanlage Niederroth (Wasserversorgungsring IV) mit dem Versorgungsgebiet
Niederroth und Weyhern.
Im Jahre 1996 wurde das Wasserwerk Markt Indersdorf technisch erneuert. Der Hochbehälter
in Wöhr wurde aufgelassen. Stattdessen wurde an der Westseite des Gebäudes ein neuer
Saugbehälter errichtet, der aus zwei Wasserkammern mit je 37,5 m³ Fassungsvermögen
besteht.
Der Brunnen Indersdorf II fördert tagsüber und der Brunnen Indersdorf I während der Nacht
über die Aufbereitungsanlage in den Saugbehälter, wo das Wasser entspannt. Von dort aus
erfolgt die Weiterverteilung des entspannten Wassers über eine moderne drehzahlgeregelte
Pumpe in das Verbrauchernetz, der Überschuss wird in den Hochbehälter Oberainried geleitet.
Die Wasserversorgung der Gemeinde Röhrmoos
In den Jahren 1959/1960 wurde durch die Gemeinde Röhrmoos der Tiefbrunnen I ca. 200 m
südwestlich von Kleininzemoos mit einer Ausbautiefe von 78 m erstellt. Die Wassermenge war
mit einer Schüttung von ca. 18 l/sek. so ergiebig, dass das Bayerische Landesamt für
Wasserversorgung und Gewässerschutz an die Gemeinde Röhrmoos den Antrag stellte auch
für die damals noch eigenständigen angrenzenden Gemeinden Sigmertshausen, Unterweilbach
und Großinzemoos das Wasser zu liefern.
Am 17.05.1962 wurde dann der Zweckverband zur Wasserversorgung der Röhrmoosgruppe
mit Beschluss des Landratsamtes Dachau gegründet. Mitglieder waren die eigenständigen
Gemeinden Röhrmoos, Sigmertshausen, Unterweilbach und Großinzemoos. Er war damit der
erste Zweckverband im Landkreis Dachau. Mit dem Bau der Versorgungsleitungen wurde im
Jahre 1963 begonnen.
Der Bau des Tiefbrunnens II ca. 20 m neben dem Brunnen I wurde im Jahre 1965 durch die
Fa. Keller, München abgeschlossen. Dieser Brunnen hatte eine Ausbautiefe von 82 m und wies
eine Schüttung von ca. 22 l/sek. auf.
Im selben Jahr wurde auch das sich gegenüber der Brunnen befindliche Maschinenhaus und
der 1.000 m³ fassende Hochbehälter auf dem Arzbacher Berg fertiggestellt.
Im Jahre 1968 erfolgte der Anschluss der Gemeinde Ampermoching als Wassergast.
Nach der Gebietsreform bestand der Zweckverband nur noch aus den Gemeinden Röhrmoos
und Hebertshausen, wobei die Gemeinde Hebertshausen nur noch über den Gemeindeteil
Unterweilbach beim Zweckverband vertreten war. So wurde zum 31.12.1980 der
Zweckverband zur Wasserversorgung der Röhrmoosgruppe über entsprechende
Gemeinderatsbeschlüsse der Gemeinden Röhrmoos und Hebertshausen aufgelöst, da man
sich u.a. auch eine gewisse Verwaltungsvereinfachung versprach. Die Gemeinde Röhrmoos
wurde Rechtsnachfolgerin für die auf ihrem Gemeindegebiet liegende Gemeindeteile, die
Gemeinde Hebertshausen für den Gemeindeteil Unterweilbach. Die Versorgung von
Unterweilbach erfolgte allerdings weiterhin über Röhrmoos als Wassergast.
Aufgrund von Problemen mit erhöhten Nitratwerten und der unmittelbaren Nähe zum
Röhrmooser Sportgelände und zur Gemeindeverbindungsstraße nach Arzbach mit der
Problematik Wasserschutzgebiet stand eine Sanierung der Brunnen und damit des
Wasserwerkes außer Frage. Stattdessen sollte über eine „Verlagerung“ der
Wasserversorgungsanlage das alte Röhrmooser Werk ersetzt werden und mit den sanierten
Wasserwerken in Vierkirchen und Weichs die Wasserversorgung der Mitgliedsgemeinden
Röhrmoos, Vierkirchen und Weichs sicherstellen.
Im Dezember 1998 wurde die Wasserförderung aus den Brunnen I und II eingestellt.
Die Wasserversorgung der Gemeinde Vierkirchen
Am 05.01.1963 einigte man sich darauf, einen Zweckverband zur Wasserversorgung
Vierkirchen zu bilden. Bestehend aus den damaligen eigenständigen Gemeinden Vierkirchen,
Pasenbach und Biberbach. Der seine konstituierende Sitzung am 14.02.1963 abhielt. Zum
Vorsitzenden des Vorstandes wurde der 1. Bürgermeister von Vierkirchen Herr Hans Bestle
gewählt. Zum Schriftführer und Kassier wurde der Gemeindesekretär Xaver Endres bestellt.
Am 20. Juni 1963 begann der Bau einer zentralen Wasserversorgung für die Gemeinden
Vierkirchen, Pasenbach und Biberbach.
Der Betrieb der gesamten Wasserversorgung, bestehend aus zwei Tiefbrunnen von einmal
89,50 m und einmal 98,80 m Tiefe mit Pumpenanlagen, Wasserturm von ca. 30 m Höhe mit
300 m³ Fassungsvermögen, Hauptleitungen mit einer Gesamtlänge von 19 Kilometer wurde
zum 03.10.1965 aufgenommen.
Am 24.10.1965 wurde die Wasserversorgungsanlage feierlich eingeweiht.
Versorgt wurden damals 430 Anwesen. Die Kosten betrugen ca. 2,5 Mio. DM.
Zum 31.12.1991 wurde der Zweckverband zur Wasserversorgungsgruppe Vierkirchen
aufgelöst und Gemeinde Vierkirchen wurde Rechtsnachfolgerin.
Technisch eingebunden in die Wasserversorgungsanlage des Zweckverbandes zur
Wasserversorgung der Alto-Gruppe wurden die Vierkirchener Brunnen und der Hochbehälter
über die 1995 erstellte Verbindungsleitungen Häusern – Pasenbach und die im Jahr 1997
gebaute Leitung Jedenhofen – Ebersbach.
Im Jahre 1997 wurde das Werk Vierkirchen auch in technischer Hinsicht erneuert und über
den Einbau einer Drucksteigerungsanlage der Hochbehälter zum Saugbehälter umfunktioniert.
Mit Beschluss der Verbandsversammlung wurde 2006 der Hochbehälter an die Gemeinde
Vierkirchen zurückgegeben.
Die Wasserversorgung der Gemeinde Weichs
Im Jahr 1955 wurde der Brunnen Weichs mit einer Förderleistung von ca. 15 l/sek. 200 m
westlich von Weichs abgeteuft. Gleichzeitig im Jahr 1955 wurde mit dem Bau des
Hochbehälters ca. 300 m nordöstlich von Weichs begonnen, der im Jahr 1956 fertiggestellt
wurde. Das Speichervolumen umfasste 300 m³.
Um den aufgrund der geringen topographischen Höhe des Hochbehälters fehlenden
Wasserdruck zu erhöhen, wurde im Jahr 1968 eine Druckerhöhungsanlage in
Schachtbauweise neben dem bestehenden Hochbehälter errichtet. Im Jahr 1984 erfolgte dann
der Einbau einer Aufbereitungsanlage im Brunnenhaus.
Aufgrund von Rissen im Betonwerk musste der Hochbehälter im Jahre 1996 außer Betrieb
genommen werden.
Im Jahre 1997 wurde ein Teilgrundstück beim bestehenden Brunnengrundstück zugekauft und
auf diesem der neue Saugbehälter mit einer neuen Druckerhöhungsanlage errichtet. Der neue
Saugbehälter mit einem Volumen von 80 m³ liegt rund 19 m tiefer als der stillgelegte
Hochbehälter. Vom Brunnen aus wird das Rohwasser über die Aufbereitungsanlage, die Eisen-
und Mangananteile filtert, in den Saugbehälter gepumpt, wo es entspannt. Von dort aus erfolgt
die Weiterverteilung des entspannten Wassers über eine moderne drehzahlgeregelte Pumpe in
das Verbrauchernetz, der Überschuss wird in den Hochbehälter Arzbach geleitet. Dieser steuert
dann aufgrund seiner Hochlage von 532, 5 m NN das Druckniveau von Weichs natürlich und
ohne technisch bedingte Druckschwankungen (System eines Überhebepumpwerkes).Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipiscing elit. Ut elit tellus, luctus nec ullamcorper mattis, pulvinar dapibus leo.